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Kleine große Schritte [Rezension]




Titel: Kleine Große Schritte
Autor: Jodi Picoult
Preis: 20,00€
Seitenzahl: 588
Reihe?: Einzelband
Meine Bewertung: ✮✮✮✮
ISBN: 978-3570102374
Erschienen: 2 Oktober 2017
Verlag: C. Bertelsmann


Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt.
Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma:
Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät.
Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Meine Meinung:

Zuerst mal vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag für das Bereitstellen dieses Buches als Rezensionsexemplar!
Das war mein allererstes Buch von Jodi Picoult und kann jetzt schon sagen, dass auf jeden Fall noch weitere von ihr folgen werden.
Wir konnten die Geschichte, in dem der Rassismus gegen dunkel Häutige im Vordergrund stand, aus drei, komplett unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
Zum einem aus der Sicht von Ruth Jefferson, einer schwarzen Säuglingskrankenschwestern, die vor Gericht steht, da sie ein weißes Baby mit Absicht sterben lassen solle, obwohl sie das Verbot bekam sich um dieses zu kümmern.
Zum anderen aus der Sicht von Kennedy, der Anwältin von Ruth, die selbst weiß ist. Und Turk der Vater des verstorbenen Baby, der ein totaler Rassist ist und ein Internetblog, der sich intensiv mit dem Thema "Nichtarier" beschäftigt führt.
Mir viel es echt schwer seine Sicht zu lesen, da ich irgendwann so einen Hass auf ihn und besonders seine Frau hatte, da ich ihr Handel überhaupt nicht nachvollziehen konnte!

Jodi Picoult schaffte es mich ab dem ersten Satz zu fesseln. Das Buch wirkte sehr gut recherchiert und es gab keinen Moment wo ich an der Handlung zweifelte. Man hat nur irgendwann angefangen an der Menschheit zu zweifeln, da das Rassendenken wirklich sehr stark und intensiv rüber gebracht wurde. Es wirkte aber trotzdem Sachlich!
Ich finde, dass dieses Buch ein echtes Must Read ist, da ich lang darüber nachgedacht habe. Picoult zeigt uns ganz offen, dass zum Beispiel auf Bücher hauptsächlich weiße Personen Abgebildet sind und auch in Werbespots kaum dunkelhäutige Menschen vorkommen. Dieses war mir davor nie so wirklich bewusst, sie hat mir in dieser Hinsicht echt die Augen geöffnet!

Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, ich fand es  zwar teilweise etwas unglaubwürdig, was genau mich aber gestört hat müsst ihr selber lesen, da es Zuviel Spoilern würde.

Fazit:
Kleine große Schritte ist echt ein Buch das mir die Augen geöffnet hat und ich wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis behalten werden! Mir viel es total schwer meine Gedanken in Wörter zu fassen, aber ihr müsst es unbedingt lesen. Es sieht zwar am Anfang dick aus, man fliegt aber echt nur so durch die Seiten. Deshalb kann ich dem Buch nur die volle Punktzahl geben, da alles andere ihm nicht gerecht werden würde!

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