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Ich liebe das Leben viel zu sehr [Rezension]


Titel: Ich liebe das Leben viel zu sehr
Autor: Mathias Malzieu
Preis: 16,00€
Seitenzahl: 224
Reihe?: Nein
Meine Bewertung: ✮✮✮✮
ISBN: 978-3-570-58569
Erschienen: 09 Oktober 2017
  Verlag: carl´s books




Mathias Malzieu, Rockmusiker und Romanautor, erzählt von dem Jahr, in dem er beinahe an einer lebensbedrohlichen Krankheit gestorben wäre.
Nach einem Schwächeanfall wurde bei ihm eine seltene Autoimmunkrankheit festgestellt, die sein Knochenmark beeinträchtigt, sodass er nur noch durch wöchentliche Bluttransfusionen am Leben gehalten werden kann.
Von einem Tag auf den anderen ist er aus seinem Alltag herausgerissen und muss auf die Isolierstation.
Das Einzige, was ihm bleibt, ist die Kunst des Fabulierens und die feine Beobachtung, wie es sich anfühlt, wenn der Tod plötzlich anklopft. Schonungslos ehrlich, aber auch voller poetischer Bilder und mit seinem ganz eigenen Humor beschreibt Malzieu, wie er zwischen Leben und Tod schwebte und sich seine Perspektive auf die Bedeutung des Lebens in dieser Zeit vollkommen verändert hat. Nach einem Jahr voller Hoffen und Bangen gelingt schließlich eine Knochenmarkstransplantation.
Das Jahr seiner Krankheit sieht Malzieu rückblickend als größtes Abenteuer an, das ihm geholfen hat, sein Leben als einzigartiges Geschenk anzunehmen und täglich neu zu feiern.


Der Klappentext, verrät schon so ziemlich alles von Inhalt, was meiner Meinung nach aber nicht wirklich schlimm ist, da mir schon davor klar war, das ich kein typisches Buch vor mir habe.
Es geht um eine echte Geschichte, die einfach so Gefühlvoll und bildlich beschrieben wurde, dass man total mit Mathias mit leiden konnte.
Oft hatte ich das Gefühl, das er mir irgendwas zwischen den Zeilen sagen wollen würde, so habe ich während dem lesen viel Nachgedacht und habe mich jedes Mal gefreut weiter zu lesen, da ich in einer ganz anderen Welt war.

Die Kapitel waren nach Tagen aufgeteilt, fast Tagebuchartig, sodass manche Kapitel nur wenige Sätze gingen, andere 3 Seiten.
So kommt man auch echt gut mit dem lesen voran. 
Ich war von Anfang an in der Geschichte drin, da man sofort mitten im Geschehen ist.
Der Schreibstil ist sehr detailliert, man hat ein Bild von seiner Welt bekommen und konnte sich richtig vorstellen wie er sich in dem Krankenhaus fühlen musste.
Mathias hat immer wieder eine „Dame Okles“ eingebaut, die nur er sehen konnte. 
Sie wollte ihm immer wieder die Hoffnung nehmen und in von dem Tod überzeugen

Zitat
Ich muss mir jeden Tag eine kleine Dosis Hoffnung verabreichen. Die Dunkelheit in einen leuchtenden Sternenhimmel verwandeln. Den Mond morgens vom Himmel holen und ihn bei Einbruch der Nacht wieder aufhängen.

Das Buch ist ein echter Mutmacher und ich denke, das ich irgendwann aufjedenfall darauf zurück greifen werde und es nochmal lese!
Ich habe mir einige Stellen markiert, die mich echt beeindruckt haben.

Zitat 
Dann verlässt du das Krankenhaus und bekommst Anrufe von Leuten, die dir erzählen, wie müde und gestresst sie sind, und plötzlich erträgst du ihr Gejammer nicht mehr. Du sitzt in einem Taxi, und der Fahrer regt sich über Fahrradfahrer, Jugendliche und rote Ampeln auf. Alles in einem einzigen Satz.

Ich geben diesem außergewöhnlichen Buch die volle Punktzahl, obwohl ich die Handlung nicht wirklich fesseln fande, da der Klappentext alles verraten hat. Aber der Schreibstil und die Übermittlung des Themas ist einfach so gut gelungen, dass ich es garnicht anderst bewerten kann.

Bewertung: ✮✮✮✮✮/✮✮✮✮ (fünf von fünf)


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